Süße Falle Zucker

Verlockend, verführerisch, verheißungsvoll. Zucker umschwärmt Gaumen und Belohnungszentrum, rauschig wie ein Suchtmittel. Süße Sünden machen sich nicht nur optisch als Hüftgold bemerkbar. In Glucose, Fructose & Co. verstecken sich fiese Energieräuber, die unter anderem Diabetes anfachen können. Mutter Natur hat Alternativen für einen gesunden Ausstieg.

  • 1.

    Manuka-Honig

    Nicht billig, aber bekömmlich. Manuka-Honig stammt aus Neuseeland und wird von Honigbienen aus dem Blütennektar der Südseemyrte, auch Manuka genannt, erzeugt. Die positive Wirkung des Honigs auf die Darmflora und somit auf das gesamte menschliche Immunsystem sowie seine antibakterielle und antiseptische Wirkung sind bekannt und dokumentiert. Die Maori desinfizieren seit jeher Wunden und behandeln Erkältungen und andere Infektionen damit. Auch bei uns wird der Honig aufgrund seiner Wirkung immer beliebter. Vor allem in Reformhäusern ist er mittlerweile der Star im Honigregal.
  • 2.

    Kokosblütenzucker und Palmzucker

    Kokosblütenzucker wird aus dem Nektar der Kokospalmenblüten in Handarbeit hergestellt. Palmzucker  entsteht aus dem Saft der Blütenstände verschiedener Palmenarten. Hierzu werden die reifen Blütenstände angeschnitten und der austretende Blütennektar aufgefangen, eingekocht und getrocknet. Der extrem niedrige glykämische Index beider Süßungsmittel von 35 sorgt dafür, dass der Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigt und kurzzeitige Spitzen vermieden werden. Das wirkt dem Heißhunger entgegen. Haushaltszucker hat einen GI von 68.
  • 3.

    Dattelzucker

    Wird auch Dattelsüße genannt und ist eine Besonderheit unter den verschiedenen Zuckeralternativen. Er besteht aus getrockneten und gemahlenen Datteln und enthält sämtliche Nährstoffe, die Datteln liefern: Kalium, Magnesium, Eisen, Selen und Zink sowie die Vitamine B3 und B6. Dattelzucker hat einen GI von 45-50.
  • 4.

    Gojibeeren

    Die roten Diamanten aus dem Himalayagebirge enthalten Polysaccharide, die Tumorzellen vernichten sollen, die Sehkraft stärken, freie Radikale bekämpfen und Leber und Bauchspeicheldrüse stärken. Die Polysaccharide in den Gojibeeren helfen beim Abnehmen und liefern einen natürlichen Süßstoff.
  • 5.

    Zuckerrohrmelasse

    Dies ist ein Nebenprodukt bei der Zuckerherstellung aus Zuckerrohr. Sie enthält sämtliche wertvollen Nährstoffe, die beim Raffinierungsprozess des Zuckerrohrs entfernt wurden, wie Eisen, Kalzium, Kalium, Magnesium, Selen und sehr viel Vitamin B. Es gibt viele Melassearten (etwa aus Zuckerrüben oder Zuckerhirse), doch die Zuckerrohrmelasse ist qualitativ am hochwertigsten.
  • 6.

    Stevia

    auch Honigkraut genannt, wächst im subtropischen Klima, wird aus dem Blattextrakt der Steviapflanze gewonnen und gilt als eine der besten Zuckeralternativen. Stevia unterstützt die Funktion der Schilddrüse, wirkt auf den gesamten Organismus und ist eine probates Mittel gegen Karies. Das Beste: Stevia hat praktisch null Kalorien. Die Süßkraft von Stevia ist ungefähr 30-mal so stark wie die von Zucker.
  • 7.

    Birkenzucker (Xylit)

    ist ein guter Ersatz für Kristallzucker, er hilft Zahnkaries zu vermeiden und ist auch für Diabetiker geeignet. Als natürlicher Zuckeralkohol ist Xylit in vielen Früchten und auch im Holz der Birke enthalten. Die Süßkraft verhält sich dabei 1:1 zu Haushaltszucker, hat dabei aber nur etwa 60 Prozent an Kalorien und hat keinen Beigeschmack. In größeren Mengen kann Birkenzucker allerdings eine abführende Wirkung haben.
  • 8.

    Erythrit

    ist ein Zuckeraustauschstoff, der zuckerähnlich schmeckt und aussieht, aber kaum Kalorien enthält. Der Ausgangsstoff zur Erythritherstellung ist Stärke. Erythrit ist der einzige Zuckeralkohol unter den Süßungsmitteln, der praktisch kalorienfrei ist. So enthält Zucker etwa 400 kcal pro 100 Gramm, Erythrit hingegen 20 kcal.
  • Zucker macht süchtig deshalb ist der Sugar-Exit ist alles andere als ein Zuckerschlecken

Ein paar Tipps, die beim Ausstieg helfen

Tipp 1
Verzicht auf Weizen. Der Stärkeanteil von Weizen besteht zu 75 % aus Amylopektin, welches den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen lässt. Dies führt dazu, dass Weißbrot (GI 70) den Blutzucker genauso stark erhöht wie reiner Haushaltszucker. Alternativen sind Reis, Buchweizen, Hirse und Mais.

Tipp 2
Zu jeder Mahlzeit Eiweiß und Fett: Mit Eiweiß und Fett werden dem Körper zusätzliche Energieträger zur Verfügung gestellt, die keine Auswirkung auf den Blutzuckerspiegel haben.

Tipp 3
Gesunde Snacks für das Nachmittagstief bereithalten, so werden Energietiefs durch Unterzuckerung vermieden.

Tipp 4
Keine verarbeiteten Lebensmittel und Fertigprodukte verzehren.

Tipp 5
Viel Rohkost essen (Beispiel: Der sehr niedrige GI von rohen Karotten (20) steigt durch Kochen auf 50 an).

Tipp 6
Wasser statt Fruchtsaft trinken. Der GI von Fruchtsäften ist immer höher als bei der ganzen Frucht (Apfel hat einen GI von 35, Apfelsaft 50).

Tipp 7
Natürliche Süßstoffe statt Zucker verwenden.

Tipp 8
Nahrungsmittel mit vielen Ballaststoffen essen. Ballaststoffe wie Hafer, Linsen, Äpfel, Bananen und Mangos verzögern die Aufnahme von Zucker aus der Nahrung.

Tipp 9
Mehrere kleine Mahlzeiten am Tag halten den Blutzuckerspiegel konstant und verhindern Energietiefs und Heißhungerattacken.

Tipp 10
Blutzuckersenkende Gewürze wie Zimt und Ingwer verwenden. Zwei Teelöffel Zimt pro Tag reichen, um den Blutzucker um 20-30 Prozent zu senken.

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